Ein erfolgreiches Start-up zu gründen erfordert mehr als nur die richtige Idee und gutes Timing. Wenn das Produkt Software beinhaltet, braucht es außerdem eine durchdachte Softwareentwicklungsstrategie.
Wie die meisten anderen Start-ups basiert Specshell auf einer innovativen Idee: Durch den Einsatz von In-situ-Spektroskopie gelang es dem Unternehmen, entscheidende Prozessschritte beim Bierbrauen zu überwachen. Allein zwei der größten dänischen Brauereien könnten durch den Einsatz der in Specshells Laboren entwickelten Algorithmen und Monitoring-Technologien jährlich Bierproduktionen im Wert von über 30 Millionen Euro einsparen. Um dieses enorme Potenzial zu heben, benötigte Specshell jedoch Software, die große Datenmengen verarbeitet und die komplexen Algorithmen speist.
Da das Unternehmen nur über begrenzte Kenntnisse in Softwareentwicklung und -prozessen verfügte, entschied es sich, einen Informatikstudenten in Teilzeit einzustellen.
Lars Kruse von Eficode erinnert sich an die erste Begegnung mit Specshell:
„Specshell kam über einen gemeinsamen Bekannten auf uns zu und bat uns, bei der Formulierung einer Stellenausschreibung für einen studentischen Entwickler zu helfen. Mit unserem Wissen über professionelle Softwareentwicklung befürchteten wir jedoch, dass der Arbeitsaufwand massiv unterschätzt wurde und für eine einzelne Teilzeitkraft viel zu komplex sei.“
Schließlich bot Eficode an, einen geeigneten Studenten zu finden, die Softwarearchitektur zu entwerfen, eine Continuous-Delivery-Pipeline aufzubauen und die Studentin so lange zu begleiten, bis sie eigenständig und mit ausreichend Momentum weiterarbeiten konnte.
Christian Nybo, Mitgründer von Specshell, erklärt:
„Lars Kruse verstand unsere Geschäftsidee von Anfang an und machte uns ein sehr großzügiges Beratungsangebot. Wir entschieden uns für die Zusammenarbeit mit Eficode [ehemals Praqma], weil ihre Berater Coding-Prozesse, Tools und Strategien perfekt beherrschen – und ebenso wichtig: weil sie mit Begeisterung mit Start-ups arbeiten.“
Über einen Zeitraum von rund drei Monaten betreute Eficode die studentische Entwicklerin intensiv. Sie hatte uneingeschränkten Zugang zu zwei festen Beratern, die halfen, die Anforderungen von Specshell zu präzisieren, eine geeignete Systemarchitektur zu entwickeln und ein Protokoll für den Datenaustausch zu definieren.
Das Ergebnis: Specshell verfügt nun über eine solide, individuelle Codebasis, die vom eigenen Team weiterentwickelt werden kann. Vor allem aber wurde eine vollständige Continuous-Delivery-Pipeline implementiert – kosteneffizient, da sie ausschließlich auf Open-Source-Technologien und Best Practices basiert.
Christian Nybo blickt zurück:
„Eficode half uns, von einem isolierten Algorithmus zu konkreten digitalen Lösungen zu gelangen, die heute das Herzstück unserer kritischen Datenverarbeitung bilden. Mit der funktionsfähigen Software konnten wir ein marktreifes System demonstrieren und zusätzliche Finanzierung sichern, um vom Proof of Concept in Richtung Markteintritt zu gehen.“
Auf die Frage, warum Eficode Start-ups Beratungsleistungen zu einem Preis anbietet, der deutlich unter dem tatsächlichen Wert liegt, lacht Lars Kruse und zitiert aus dem DevOps-Klassiker The Phoenix Project: „Alle Einhörner waren einmal Pferde.“
Er ergänzt:
„Alle erfolgreichen Unicorns, die wir heute bewundern – wie Google, Netflix oder Spotify – haben DevOps und Continuous Delivery von Anfang an ernst genommen, als sie noch kleine Start-ups waren. Wir sind überzeugt, dass Continuous Delivery eine Grundvoraussetzung ist, um potenziell zum Unicorn zu werden. Mit Pferden Freundschaft zu schließen, die später zu Einhörnern werden, ist eine Investition, an die wir glauben.“