DevOps führt zu hochwertigerer Software und einer schnelleren Markteinführung. Da DevOps jedoch einen kulturellen Wandel erfordert, sind DevOps-Transformationen besonders für Unternehmen eine Herausforderung. Diese fünf Best Practices von Atlassian für die DevOps-Transformation bringen den Stein ins Rollen.
Heidi Aho
Heidi is a writer who loves working in vibrant, ambitious teams and figuring out what kind of content is worth your while. Her favorite thing about Helsinki is skiing on the open sea.
Die Erkenntnisse in diesem Beitrag stammen aus einem Vortrag von Giulio Iannazzo, Solution Engineer bei Atlassian, auf der DEVOPS 2018. Die vollständige Präsentation und das Video sowie alle Präsentationen und Videos von Europas führendem DevOps-Event könnt ihr jederzeit abrufen.
Wenn ihr über mögliche Hürden bei der Skalierung eurer DevOps- und digitalen Transformation nachdenkt, helfen euch diese Best Practices beim Einstieg.
Herausforderung 1: DevOps ist ein vager Begriff mit unterschiedlichen Interpretationen
Möglicherweise glauben einige Personen in eurem Unternehmen, dass es bei DevOps nur um die Automatisierung repetitiver Prozesse geht. Doch DevOps ist mehr als das.
Best Practice 1: Organisiert Workshops, die DevOps-Techniken in der Praxis zeigen
Dieser Ansatz vermittelt euren Teams Theorie und Vorteile in einem Schritt.
Ihr müsst vermitteln, dass DevOps weder ein Tool noch eine schnelle Umstrukturierung ist, sondern eine Haltung und Philosophie. Damit das gelingt, müssen die Beteiligten DevOps in der Praxis erleben, damit es Teil ihrer täglichen Arbeitsweise wird. DevOps ist eine Kultur des kontinuierlichen Experimentierens und Verbesserns, in der Fehler dank einer Kultur ohne Schuldzuweisungen schneller erkannt werden. Das sollte auch die Arbeitszufriedenheit der Entwickler steigern.
Herausforderung 2: DevOps sollte nicht zur Verantwortung eines einzelnen Teams werden
DevOps steht für einen kulturellen Wandel. Das Ziel ist, dass die Methoden der kontinuierlichen Verbesserung Teil der Arbeitsweise aller werden – einschließlich der Geschäftsleitung. Wenn ihr eine Gruppe dauerhaft mit der Aufgabe betraut, „DevOps zu machen“, besteht das Risiko, dass andere es nicht als ihre Verantwortung sehen.
Best Practice 2: Passt Teamstrukturen an und vermeidet ein DevOps-Silo
Passt die Teamstruktur an, damit Teams verschiedene Spezialisten umfassen, einschließlich Ops. Plant für eure DevOps-Transformation ein Enddatum.
Herausforderung 3: Verschiedene Teams im Unternehmen nutzen unterschiedliche Tools
Die Zusammenarbeit wird deutlich schwieriger, wenn Teams für ähnliche Aufgaben nicht dieselben Tools verwenden.
Best Practice 3: Eine einheitliche Software-Produktionsstraße
Vereinheitlicht eure Software-Produktionsstraße im gesamten Unternehmen und holt euch fachkundige Unterstützung, um bei der Toolauswahl die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zeigt den Nutzen neuer Tools, indem ihr Teams ermöglicht, sie selbst auszuprobieren.
Herausforderung 4: Veränderungen sind schwierig
Eine Haltung nach dem Motto „Wenn es nicht kaputt ist, repariere es nicht“ steht Verbesserungen im Weg. Neue Prozesse brauchen Zeit, bis sie beherrscht werden. Außerdem können kulturelle Silos in eurem Unternehmen schon seit Langem bestehen.
Best Practice 4: Zeigen statt erzählen
Dieser Punkt hängt mit Lösung Nr. 1 zusammen. Zeigt Teams, wie DevOps sie erfolgreicher macht. Teilt im gesamten Unternehmen konkrete Beispiele, bei denen DevOps funktioniert und Vorteile bringt: im Intranet, per E-Mail oder bei einer Lunch-and-Learn-Veranstaltung. Ein DevOps-Pilotprojekt in einem eurer Teams ist eine gute Möglichkeit, dieses wertvolle erste Beispiel zu schaffen.
Herausforderung 5: Die DevOps-Transformation ist ein riesiges Projekt – wo fangt ihr an?
Daran führt kein Weg vorbei: DevOps-Transformationen können schwer zu steuern sein.
Best Practice 5: Holt euch zu Beginn Unterstützung von Experten und betrachtet es als Reise
Damit die DevOps-Transformation nicht stockend verläuft und eure Abteilung überfordert, beginnt mit einfachen Maßnahmen wie einheitlichen Tools. Holt euch zu Beginn des Prozesses außerdem fachkundige Beratung in Form eines DevOps-Assessments und einer Roadmap. Assessments führen zu Transformations-Roadmaps mit gewichteten Prioritäten, die den Weg für die gewünschte Veränderung ebnen.
DevOps ist eine Kultur des kontinuierlichen Verbesserns und Experimentierens. Deshalb ist eure DevOps-Transformation eine Reise, die weit in die Zukunft eures Unternehmens reicht. Dennoch sollte eure DevOps-Transformation nicht ewig dauern: Es gibt einen Endpunkt, an dem DevOps zum Arbeitsalltag wird.
Ein hervorragender Tipp zum Schluss: das Pre-Mortem
Ihr kennt Projekt-Post-Mortems. Ein Pre-Mortem geht noch einen Schritt weiter: Es hilft euch, mögliche Probleme vorherzusehen, bevor die Arbeit am Projekt überhaupt beginnt.
Führt diese Übung durch, bevor ihr mit der Arbeit am Projekt beginnt. Teilt euer Team zunächst in zwei Gruppen auf. Stellt euch dann vor, die Zeit wäre bis einen Monat nach Abschluss eures Projekts vorgespult worden. Eine Gruppe bespricht ein Szenario, in dem das Projekt ein voller Erfolg war. Lasst sie sich austauschen und die Gründe für den Erfolg auflisten. Die zweite Gruppe stellt sich eine Zukunft vor, in der das Projekt vollständig gescheitert ist. Lasst sie die Gründe für das Scheitern besprechen und auflisten. Diskutiert anschließend beide Szenarien gemeinsam als Team.
Mit dieser Übung könnt ihr mögliche Probleme vorhersehen und erhöht die Chancen, dass euer Projekt ein voller Erfolg wird.
Lesematerial
Giulio Iannazzo von Atlassian hat in seinem Vortrag das folgende Buch empfohlen, da es das Thema weiter vertieft. Viel Spaß beim Lesen!
Hier findet ihr Giulio Iannazzos Präsentation und Video.
- DevOps
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