Unternehmen stehen vor der Wahl, ihre Programmierwerkzeuge selbst zu betreiben oder diese Aufgabe auszulagern. Eine der wichtigsten Fragen für diese Entscheidung lautet: Welche Option kostet weniger?
Tuomas Keränen
Tuomas, Eficode's Cloud Product Manager, has a 15 years of work experience in project, program & product management positions. He is a rapid and enthusiastic learner and always ready for new challenges.
Die Gesamtkosten lassen sich nur schwer schätzen, da sie sich aus mehreren projekt- und organisationsspezifischen Quellen zusammensetzen. Dennoch lohnt sich der Aufwand für Schätzungen in der Regel, denn: a) sie machen die versteckten Kosten der Toolchain-Wartung sichtbar; b) sie ermöglichen einen direkten Kostenvergleich mit alternativen Ansätzen wie Outsourcing.
Damit ihr die Kosten für den internen Support und die Wartung eurer Entwicklungstools berechnen könnt, habe ich eine Checkliste mit den wichtigsten Faktoren zusammengestellt, die ihr berücksichtigen solltet.
Es gibt drei Kostenkategorien: direkte Kosten, indirekte Kosten und Opportunitätskosten. Direkte Kosten werden anhand der Stunden berechnet, die interne Mitarbeiter aufwenden. Indirekte Kosten beziehen sich auf Stunden, die während laufender Projekte durch verschiedene Probleme und Mängel verloren gehen. Opportunitätskosten sind Stunden, die für grundlegende Wartungsarbeiten statt für wertschöpfende Tätigkeiten aufgewendet werden.
Checkliste zur Berechnung der Kosten für die Wartung von Entwicklungstools
Direkte Kosten (Stundenaufwand interner Mitarbeiter):
für die Tool-Installation
für die kontinuierliche Wartung (Updates verfolgen, Updates installieren, Systeme feinabstimmen, Kapazitäten planen usw.)
für toolbezogenen Anwendersupport und Helpdesk-Service
für die Tool-Integration und Wartung bestehender Integrationen
für den Aufbau und Erhalt von Support- und Wartungskompetenz
für die Weiterentwicklung des Toolsets (Planung, Design, Installation neuer Funktionen)
für die Wartung der zugrunde liegenden Plattform
für den Aufbau und Erhalt von Kompetenz für die Plattformwartung
für Incident Management und Wiederherstellung
für Tool-Lizenzmanagement und -optimierung
Indirekte Kosten (verlorene Stunden durch):
Probleme mit der Tool-Verfügbarkeit
Probleme bei Tool-zu-Tool-Integrationen
unzureichende Verfahren für Tool-Updates (z. B. Effizienzverluste durch die Nutzung einer alten Tool-Version)
unzureichenden oder langsamen Anwendersupport
Opportunitätskosten:
Stunden, die für wertschöpfendere Arbeit verloren gehen, weil Zeit für grundlegende Tool-Wartung und Support aufgewendet wird (z. B. Fokus auf Tool-Wartung statt auf eine effizientere Tool-Nutzung)
Das war es fürs Erste! Erfahrt mehr darüber, ob ihr die Wartung eurer DevOps-Tools und -Plattform auslagern solltet, im Blogbeitrag: Wer sollte sich um eure Montagelinie kümmern? >
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