Platform Engineering hat sich schnell zu einer Lösung für die vielfältigen Herausforderungen moderner Softwareunternehmen entwickelt – unabhängig davon, ob ihr in einem Startup, Scale-up oder Großunternehmen arbeitet. Es ebnet den Weg für schnellere Innovation, effizientere Abläufe und eine solide finanzielle Basis. Doch Platform Engineering umfasst weit mehr als Infrastruktur, CI/CD, Sicherheit und andere hochrelevante Themen.
Stefan Daugaard Poulsen
DevOps
Solution Architect
Stefan comes with a wide range of experience in software development, operations, and especially platform engineering, all based on 20+ years of working as a developer, staff engineer, and CTO. In recent years, his focus has primarily been on platform engineering—on both the technical and product sides—to ensure a strong foundation for better products. Whether it is technical details, platform adoption and advocacy, or the strategic investments in platform engineering, Stefan is the go-to guy.
Eine Plattform löst zwar viele Herausforderungen, dennoch müssen Inkonsistenzen bei Tools, Workflows und Ähnlichem reduziert werden. Sie können für Softwareentwickler, die sich eigentlich auf ihre Lösungsdomäne konzentrieren möchten, zu einer erheblichen kognitiven Belastung werden. In den meisten Fällen müssen komplexe Legacy-Lösungen verborgen, Workflows abstrahiert und ähnliche Maßnahmen umgesetzt werden. Das lässt sich durch interne Abstraktionen über einer Vielzahl von Tools erreichen. Doch nicht jede Organisation hat die Zeit oder das Budget für ein solches Projekt. Hier kann die Stärke eines guten und flexiblen Internal Developer Portals zum Tragen kommen.
Lange Zeit war ich fest davon überzeugt, zuerst die Plattform aufzubauen und erst danach ein Portal einzuführen. Meine Meinung hat sich jedoch geändert: Das Portal kann der erste Schritt zum Aufbau einer guten Plattform sein. Was zuerst kommt, hängt letztlich vom Portal, der Organisation, der Kultur und den Fähigkeiten des Plattformteams ab.
Was macht ein gutes Developer Portal aus?
Mein Eindruck ist, dass viele Organisationen ein Developer Portal eingeführt haben, weil sie gesehen haben, dass andere es tun. Oft führt das zu einem veralteten Portal, das ohne Inhalte irgendwo vor sich hinläuft, während niemand es an die Anforderungen des Unternehmens anpasst. Mit etwas Glück gibt es einen halb gefüllten Servicekatalog und einen Proof-of-Concept-Workflow. So sollte die Geschichte eines Developer Portals nicht enden.
Ein Developer Portal sollte für Entwickler der zentrale Wegweiser sein – oder, wenn ihr so alt seid wie ich, die Startseite eures Browsers. Es sollte eine lebendige Website sein, die alle Informationen bereitstellt, die Entwickler für den Start in den Arbeitstag brauchen. Daher auch der Name Developer Portal und nicht Portal für veraltete Daten.
Was wird benötigt?
Bessere Developer Experience (DX)
Stellt zunächst sicher, dass Entwickler nicht mehrere Tools, Repositories und YAML-Dateien durchsuchen müssen. Verwendet eine klare Sprache, die Entwicklungsteams verstehen. Schließlich sollte es keine Überraschung sein, dass nicht alle Entwickler Terraform, YAML oder ähnliche Technologien beherrschen, die für das Bereitstellen von Infrastruktur eingesetzt werden.
Reibungslose Integration in euren Stack
Oft ist es schwierig, alle Vorteile eines Portals zu nutzen, weil ihr eigene Komponenten entwickeln müsst, damit alles zum Portal passt. Besser ist eine Lösung, mit der ihr die APIs eurer Tools im Portal abbilden könnt. So bleibt mehr Zeit, um eine hervorragende DX zu schaffen.
Unkomplizierte Governance
Nutzt Golden Paths als Workflows für die Erstellung neuer Services oder Anwendungen. Dashboards zeigen die Ergebnisse aktueller Schwachstellenscans und, falls diese Arbeit noch nicht an AI übergeben wurde, wie sich die Schwachstellen beheben lassen.
Gewinn und Verlust auf einen Blick
Für viele große Organisationen ist es wichtig, die Betriebskosten von Services und Anwendungen zu kennen. Ein Developer Portal kann dabei helfen, Ausgaben und Service-Performance miteinander zu verknüpfen und so aufzuzeigen, ob eure Services finanziell verantwortungsvoll betrieben werden.
Wenn es nach einer mühsamen Aufgabe klingt, die Erwartungen an ein Developer Portal zu erfüllen, und ihr schon darüber nachdenkt, ein Team allein für den Betrieb eures Portals einzustellen, solltet ihr euch fragen, ob ihr das richtige Tool gewählt habt. Ein gutes Portal verursacht nur geringen Betriebsaufwand und sollte heute ein Tool sein, das ihr nutzt – nicht etwas, das ihr selbst entwickelt. In regulierten Bereichen gibt es möglicherweise keine andere Option. Dann seid ihr aber wahrscheinlich bereits daran gewöhnt, im Vergleich zu Organisationen, die öffentliche Clouds problemlos nutzen können, zusätzliche Ressourcen einzuplanen.
Mehr dazu in diesem Blogbeitrag: Die richtige Wahl treffen: Ein Leitfaden zur Auswahl eines Internal Developer Portals
Warum ich von Port begeistert bin
Angesichts der Vielzahl an Developer Portals, die ich im Laufe der Jahre gesehen habe, war es komplex, herauszufinden, welches am besten zum Kunden passt. Kein Tool passt für alle, Port.io gehört jedoch zu den Top-Empfehlungen, wenn ich ein Developer Portal empfehle.
Was macht Port besonders?
Datenmodellierung
Wenn ihr mit Port startet, konzentriert ihr euch auf die Definition von Blueprints – den grundlegenden Bausteinen eures Portals. Jeder Blueprint besteht aus Eigenschaften, die ihr über eure verschiedenen Integrationen befüllen könnt. Und das Beste: Ihr müsst euer Modell nicht in der Benutzeroberfläche erstellen. Ihr könnt es über die API skripten oder Terraform beziehungsweise Pulumi nutzen.
Integration mit euren Tools
Es gibt zahlreiche vordefinierte Blueprints und Integrationen, die den Großteil eurer Toolchain direkt abdecken sollten. Falls ihr das gewünschte Tool nicht findet, steht ein offenes Framework zur Verfügung, mit dem ihr eigene Integrationen entwickeln könnt.
Niedrigere Betriebskosten
Da Port ausschließlich als SaaS verfügbar ist, entstehen keine versteckten Kosten für Wartung und Upgrades eures Portals, wenn neue Versionen veröffentlicht werden.
Für alle zugänglich
Ein Developer Portal ist zwar oft ein Tool für Entwickler, doch Port geht noch weiter. Auf Basis der Anforderungen eurer verschiedenen Personas könnt ihr Seiten und Dashboards nach euren Bedürfnissen gestalten. Entwickler sehen beispielsweise einen Security Score für ihre Anwendung, SREs erhalten einen umfassenden Überblick über alle laufenden Anwendungen und der CISO eine aggregierte Ansicht.
Bereit für Unternehmen
Mit fein abgestuften Zugriffskontrollen, Audit-Logs, Richtlinien und Dashboards erhaltet ihr alle Einblicke, die Governance und Compliance erleichtern.
Im Vergleich zu Backstage verkürzt Port eure Time-to-Value deutlich, denn es ist ein vollwertiges Portal und kein Framework, um eines zu entwickeln.
Fazit
Die Wahl des richtigen Portals ist für Unternehmen einfacher geworden, denn Port hat ein Platform-Engineering-Tool auf den Markt gebracht, das mehrere Bereiche eurer Organisation unterstützt. Es geht nicht nur darum, Entwickler zu befähigen: Port deckt auch ein breiteres Spektrum an Personas ab und passt zu den Tools und Workflows, die Plattform- oder Operations-Teams täglich nutzen.
Port ist das Tool, das ich mir schon vor Jahren gewünscht hätte. Jetzt ist es endlich da – bereit, euer Geschäft voranzubringen und Reibungsverluste bei täglichen Aufgaben zu beseitigen.
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