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Die 5 häufigsten Fehler von GitLab-Nutzern – und wie ihr sie behebt

SEP 9, 2024

In diesem Blogbeitrag beleuchten wir fünf häufige Bereiche, in denen Nutzer von GitLab die größten Herausforderungen haben, und zeigen Lösungen dafür auf. Lest weiter, wenn ihr GitLab effektiv nutzen möchtet, damit eure Projekte nicht nur reibungslos laufen, sondern auch den Best Practices für DevSecOps entsprechen.

Dan Plumbley

Daniel Plumbley is a GitLab-certified consultant dedicated to helping organizations optimize their development processes with GitLab. Specializing in training, consultancy, migrations, and upgrades, he focuses on streamlining workflows, enhancing collaboration, and accelerating software delivery. With expertise in GitLab installation, configuration, and performance optimization, Dan guides teams in adopting CI/CD pipelines, Agile methodologies, and security best practices. He also leads workshops and hands-on sessions, empowering teams to unlock GitLab's full potential and achieve their business goals.

Häufige Fehler von GitLab-Nutzern und wie ihr sie behebt

Fehler 1: Best Practices für Merge Requests ignorieren

Die Bedeutung von Merge Requests (MRs) für das kollaborative Framework von GitLab kann kaum überschätzt werden – insbesondere in der Code-Review-Phase.

Merge Requests sind weit mehr als Pull Requests: Sie verbessern die Codequalität in gemeinsam genutzten Repositories und bieten Raum für Diskussionen und Reviews, bevor Änderungen in den Main Branch integriert werden.

Wenn ihr Best Practices wie gründliche Peer Reviews, klare Beschreibungen und die korrekte Behandlung von Merge-Konflikten außer Acht lasst, kann das die Effektivität eurer DevSecOps-Praktiken und die Qualität eures Codes erheblich beeinträchtigen. Fehler lassen sich dann schwerer nachvollziehen und beheben, was zu einem Flickenteppich aus Korrekturen, Ausfallzeiten und letztlich zu einer schlechten User Experience führt.

Auch die Produktivität und Kommunikation in eurem Team können darunter leiden. Ihr verbringt dann mehr Zeit damit, herauszufinden, was jeder MR erreichen soll, statt wertvolles Feedback zu geben, das das Projekt voranbringt.

Kurz gesagt: Ungelöste Merge-Konflikte führen später zu komplexen Problemen, deren Behebung viel Zeit und Ressourcen erfordert.

Schnelle Lösungen

Um diese Probleme zu vermeiden und Merge Requests optimal zu nutzen, solltet ihr ...

Sicherstellen, dass jeder Merge Request vor dem Mergen von mindestens einem, besser mehreren Teammitgliedern geprüft wird. Diesen Prozess könnt ihr in den GitLab-Einstellungen erzwingen.

Templates helfen Beitragenden, alle erforderlichen Informationen einzufügen – etwa eine Zusammenfassung der Änderungen, ihre Gründe und Feedback. Beim Erstellen eines Merge Requests ermöglichen diese Templates außerdem Quick Actions, beispielsweise das Hinzufügen von Metadaten (Tipp: /assign_reviewer), um die Kommunikation klarer und hochwertiger zu gestalten.

Continuous Integration/Continuous Deployment/Delivery (CI/CD)-Pipelines integrieren, die automatisierte Tests ausführen und Fehler frühzeitig erkennen. So wird euer Team entlastet, da nur Code mit erfolgreichen Tests zum Mergen berücksichtigt wird. Im Übersichts-Tab des Merge Requests seht ihr die Testergebnisse der zuletzt auf dem Branch ausgeführten Pipelines und damit den Zustand eures Codes.

„Das Ziel eines guten Code-Review-Prozesses in GitLab sollte nicht nur darin bestehen, den Code zu verbessern, sondern auch die Fähigkeiten des Teams weiterzuentwickeln.“ – Matt Muschol, Swiftix Software.

Mit diesen Best Practices fördert ihr eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und Zusammenarbeit. Das führt zu hochwertigerer Software und effizienteren Projektzeitplänen.

Fehler 2: Schlechte Verwaltung von Branches

Dies ist in jeder DevSecOps-Umgebung entscheidend, insbesondere auf Plattformen wie GitLab, die kollaborative Entwicklungsprojekte unterstützen. Eine schlechte Branch-Verwaltung – etwa wenn Branches zu groß werden oder über ihren Nutzen hinaus aktiv bleiben – ist ein häufiger Fehler, der den Entwicklungsprozess stört.

Große Branches entstehen, wenn zu viele Änderungen in einem einzelnen Branch vorgenommen werden, ohne sie zurück in die Hauptentwicklungslinie zu mergen. Veraltete Branches bleiben lange im Repository, obwohl sie ihren Zweck bereits erfüllt haben. Sie werden oft vergessen oder ignoriert, enthalten aber möglicherweise noch wertvolle Änderungen.

Ein weiteres Beispiel für schlechte Verwaltung entsteht, wenn Teams oder Projekte innerhalb derselben GitLab-Instanz unterschiedliche Branching-Strategien verwenden. Das führt zu Verwirrung und Fehlern, wenn Entwickler zwischen Projekten wechseln und sich an unterschiedliche Workflows anpassen müssen. Häufig sind Integrationsprobleme die Folge. Ihre Lösung ist zeitaufwendig und komplex, verzögert wichtige Releases und erhöht das Risiko von Bugs und Fehlern.

Schnelle Lösungen

Erwägt eine standardisierte Branching-Strategie, die zum Workflow eures Teams und zur Größe eures Projekts passt:

Geeignet für Projekte mit einem geplanten Release-Zyklus. Dieser Workflow nutzt separate Branches für neue Features, Releases, Hotfixes und die Hauptentwicklungslinie. Er vereinfacht das Modell durch die direkte Integration mit Continuous-Deployment-Umgebungen für häufigere und flexiblere Releases und reduziert so die Komplexität der Branches.

2. Trunk-based Development
Ideal für Teams, die Continuous Delivery anstreben. Bei dieser Strategie verwendet ihr kurzlebigere Branches und mergt häufig zurück in den Main Branch (Trunk), sodass kein Branch zu stark vom Trunk abweicht. Das reduziert die Komplexität von Merges.

Unabhängig von der gewählten Strategie müsst, müsst, müsst ihr Branches regelmäßig bereinigen und alle veralteten Branches entfernen. GitLab kann diesen Prozess bis zu einem gewissen Grad automatisieren, indem es veraltete Branches für eine sichere Entfernung identifiziert.

Profi-Tipp: Klare Richtlinien dafür festzulegen und einzuhalten, wann Branches gemergt oder geschlossen werden sollen, verhindert, dass sie zu groß werden oder veralten.

Fehler 3: Unzureichende Sicherheitspraktiken

Nur weil Sicherheit ganz oben auf eurer Liste stehen sollte, heißt das nicht, dass sie es auch tut. Bei GitLab kann das Vernachlässigen der Sicherheit dazu führen, dass eure Projekte Datenlecks und Schadcode ausgesetzt sind, der von unbefugten Nutzern in das Repository eingebracht wird. Das kann leicht passieren, wenn wichtige Funktionen wie signierte Commits, die die Identität von Mitwirkenden bestätigen, vernachlässigt werden.

Wenn ihr die Sicherheits-Scanning-Tools von GitLab nicht nutzt, können zudem Schwachstellen in Abhängigkeiten oder Containern unentdeckt bleiben – bevorzugte Ziele für Angreifer. Dieses Versäumnis gefährdet nicht nur die Sicherheit der Anwendung, sondern beeinträchtigt auch Nutzerdaten und Systemintegrität. Die möglichen Folgen sind finanzielle Schäden und Reputationsverluste.

Schnelle Lösungen

1. Signierte Commits aktivieren
Aktiviert in den Einstellungen eures GitLab-Repositorys die Anforderung für signierte Commits, damit jede Änderung authentifiziert wird.

2. Integrierte Sicherheits-Scanning-Tools nutzen

  • SAST und Secret Detection stellen sicher, dass euer Code hochwertig und frei von Secrets ist, bevor er erstellt bzw. kompiliert wird.

  • Dependency Scanning sucht automatisch nach Schwachstellen in den Abhängigkeiten eures Projekts. Es lässt sich außerdem in eure CI/CD-Pipeline integrieren und prüft bei jedem Merge von Änderungen auf Sicherheitsprobleme.

  • Container Scanning eurer Docker-Images prüft vor dem Deployment auf Schwachstellen.

Wenn ihr SDLC-Praktiken in euren Entwicklungsprozess integriert, wird Sicherheit in jeder Phase der Entwicklung berücksichtigt. Dazu gehören regelmäßige Audits, statische und dynamische Codeanalysen sowie Schulungen eures Teams zu Best Practices für Sicherheit.

Haltet eure Software und Abhängigkeiten auf dem neuesten Stand. Viele Angriffe nutzen veraltete Software mit bekannten Schwachstellen aus. Aktuelle Versionen sind daher entscheidend, um eure Umgebung zu schützen.

Fehler 4: Automatisierung übersehen

Automatisierung ist das Rückgrat von Workflows. Dennoch übersehen viele GitLab-Nutzer CI/CD-Pipelines, die automatisierte Tests, Deployments und routinemäßige Betriebsaufgaben umfassen – alles essenziell, um DevSecOps-Prozesse zu optimieren.

Manuelle Tests sind nicht nur zeitaufwendig, sondern auch anfällig für menschliche Fehler. Automatisierte Tests sorgen bei jeder Änderung an der Codebasis für Konsistenz und Gründlichkeit.

Schnelle Lösungen

So nutzt ihr die Automatisierungsfunktionen von GitLab optimal:

1. Richtet grundlegende CI/CD-Pipelines ein, um ...

  • Unit-Tests bei jedem Commit in ein Repository zu automatisieren, damit Änderungen auf Probleme geprüft werden, bevor sie in die nächste Deployment-Phase übergehen.

  • Deployments in Staging- oder Produktionsumgebungen zu automatisieren, sobald euer Code alle Tests bestanden hat. Je nach Anforderungen eures Projekts lässt sich dies für Continuous Delivery oder Continuous Deployment konfigurieren.

Top-Tipp: Der Unterschied zwischen Continuous Delivery und Continuous Deployment ist entscheidend. Continuous Delivery stellt sicher, dass eure Software nach bestandenen automatisierten Tests jederzeit bereit für ein Deployment ist. Continuous Deployment geht noch einen Schritt weiter und spielt alle Änderungen, die die Tests bestehen, automatisch in die Produktion aus. Beide Praktiken sind grundlegend, um den Release-Zyklus zu beschleunigen und Risiken zu reduzieren.

Aktiviert Auto DevOps in den Einstellungen eures GitLab-Projekts. Diese Funktion erkennt, erstellt, testet, deployt und überwacht eure Anwendungen automatisch – basierend auf einer vordefinierten CI/CD-Konfiguration. Das ist besonders hilfreich für Teams, die neu bei DevOps sind, oder für Teams, die bestehende Workflows optimieren möchten.

Top-Tipp: Passt die Auto DevOps-Vorlage an die Anforderungen eures Projekts an, um Deployment-Strategien festzulegen, Testphasen hinzuzufügen und mehr.

Nutzt Schulungen, um GitLab-Funktionen effektiv einzusetzen. Diese Investition verbessert eure Produktivität und Projektergebnisse erheblich.

Fehler 5: Mangelhaftes Projektmanagement

Effektives Projektmanagement ist entscheidend für den Erfolg jedes Softwareentwicklungsprojekts. GitLab bietet integrierte Tools mit Boards, um Entwicklungsaufgaben zu planen, zu verfolgen und umzusetzen. Wenn ihr sie nicht nutzt, kann das unter anderem zu unklaren Zielen, fehlender Echtzeit-Transparenz über den Projektstatus, doppelter Arbeit und verpassten Deadlines führen.

Schnelle Lösungen

So optimiert ihr das Projektmanagement in GitLab:

1. Nutzt das Issue-Tracking und die Boards von GitLab, um Aufgaben zu erstellen, zuzuweisen und zu verwalten. Verknüpft sie mit Meilensteinen und verseht sie mit passenden Labels, um die Transparenz zu erhöhen. Ihr könnt Boards so konfigurieren, dass sie verschiedene Projektphasen wie „To-do“, „In Bearbeitung“ und „Erledigt“ abbilden. So erhaltet ihr einen klaren Überblick über den Projektfortschritt und die Beiträge einzelner Teammitglieder.

2. Bindet externe Projektmanagement-Tools wie Jira, Trello oder Asana ein, wenn die nativen Anwendungen von GitLab nicht alle eure Anforderungen erfüllen. Über APIs oder Marketplace-Apps lassen sie sich mit GitLab verbinden, sodass Informationen reibungslos zwischen den Code-Repositories fließen.

3. Führt regelmäßige Reviews und Updates durch, damit alle Teammitglieder über den Status der Projekte und ihre Verantwortlichkeiten informiert sind. Nutzt die Reporting-Funktionen von GitLab, um Status-Updates und Dashboards zu erstellen, die alle auf dem gleichen Stand halten.

4. Sorgt dafür, dass euer Team geschult wird, die Projektmanagement-Funktionen von GitLab effektiv zu nutzen. Etabliert Best Practices für das Projektmanagement in GitLab, um in eurer gesamten Organisation einheitlich vorzugehen.

GitLab optimal nutzen

Ich empfehle euch, eure aktuellen Praktiken in GitLab zu überprüfen und die Ratschläge aus diesem Blogbeitrag zu berücksichtigen, um eure Workflows und Projektergebnisse zu verbessern.

Wenn ihr eines der in diesem Artikel beschriebenen Probleme selbst erlebt habt oder auf andere, nicht erwähnte Fehler gestoßen seid, teilt eure Erfahrungen bitte mit mir in den sozialen Medien. Eure Geschichten helfen anderen, daraus zu lernen, und fördern eine Community des Lernens und der kontinuierlichen Verbesserung.

Wenn euch dieser Artikel geholfen hat, gebt das Wissen weiter. Gemeinsam können wir unsere DevSecOps-Prozesse weiterentwickeln und in der gesamten Branche auf effizientere, sicherere und erfolgreichere Projektergebnisse hinarbeiten. Vielen Dank, dass ihr diesen Artikel gelesen habt und zum Wachstum unserer Community beitragt!

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