Immer mehr Unternehmen setzen auf Agile, und auch nicht-technische Teams interessieren sich zunehmend dafür, Tools wie Jira einzusetzen. Das bietet großes Potenzial für Synergien und dafür, die Arbeit insgesamt zu vereinfachen. Tools wie Jira Work Management können dabei eine große Hilfe sein.
Ulrika Eriksson
Ulrika is an Atlassian Solution Architect, ensuring Eficode delivers the best possible offering for our Atlassian customers. She has worked with Atlassian tools such as Jira, Confluence, Bitbucket and Bamboo for many years, and her experience runs wide and deep. Her expertise includes configuration, maintenance, and upgrading of Atlassian tools, as well as the Agile methodology.
Was Jira Work Management ist
Jira Work Management ist ein recht neues Mitglied der Atlassian-Suite. Das Produkt richtet sich vor allem an Teams außerhalb der IT, zum Beispiel:
Personalwesen
Buchhaltung
Rechtsabteilung
Marketing
Finanzwesen
Und andere Business-Teams
Als Nächstes schauen wir uns die Funktionen an, die sich von Jira Software unterscheiden.
Wie sich Jira Work Management von Jira Software unterscheidet
Jira ist ein Tool für die Bearbeitung von Aufgaben sowie die Nachverfolgung des Projektstatus. Auf der Atlassian-Cloud-Plattform gibt es drei verschiedene Jira-Produkte:
Jira Software (JSW) – für Entwickler
Jira Service Management (JSM) – für IT-Teams
Jira Work Management (JWM) – für Business-Teams
Die Nutzung von Jira in der gesamten Organisation bietet große Vorteile – für alle Teams. Ihr habt nur einen Ort, an dem ihr Aufgaben und Tickets bearbeitet. So könnt ihr Statusinformationen einfach zwischen Teams teilen und Aufgaben zwischen Projekten in JWM, JSW und JSM verschieben.
Da Business-Teams anders arbeiten und andere Funktionen benötigen als beispielsweise Softwareentwickler, bietet Jira Work Management hilfreiche Ansichten für nicht technische Teams.
Das Management kann die Übersichtsansicht nutzen, um den Projektstatus in allen Teams der Organisation zu überwachen und nachzuverfolgen.
Jira Work Management und Jira Software sind fast gleich, unterscheiden sich jedoch in einigen wichtigen Punkten.
Items und Issues
Vorgangstypen heißen in Jira Work Management Items und in Jira Software Issues. Ihr könnt Items und Issues zwischen den verschiedenen Jira-Produkten verschieben.
Euer Projekt anpassen
Ihr könnt euer Jira-Work-Management-Projekt in eurer Lieblingsfarbe konfigurieren. Dabei stehen 14 verschiedene Farben zur Auswahl. In Jira Software und Jira Service Management sind alle Projekte weiß.
Fertige Vorlagen verwenden
In Jira Work Management könnt ihr vorkonfigurierte Vorlagen verwenden, um euer Projekt mit Workflow und Vorgangstypen einzurichten.
Integrierte Ansichten für verschiedene Zwecke
Listet Vorgänge in einer Excel-ähnlichen Ansicht auf und bearbeitet eure täglichen Aufgaben in einer Board-Ansicht. Jira Software Boards bieten weitere Funktionen wie Schnellfilter, Kartenfarben und Swimlanes. In Jira Work Management könnt ihr aber auch bevorstehende Ereignisse in einem Kalender planen oder Abhängigkeiten zwischen Vorgängen in einer Timeline-Ansicht anzeigen.
Berichte verfolgen den Status, nicht Lead- oder Cycle Time
Berichte in Jira Software beziehen sich stärker auf Lead und Cycle Time, während Berichte in Jira Work Management eher auf der Anzahl von Vorgängen basieren, um den Status nachzuverfolgen.
Synchrone Zusammenarbeit
Und nicht zuletzt könnt ihr mit dem kollaborativen Modus von Jira Work Management andere Nutzer einladen, gleichzeitig an denselben Projektvorgängen zu arbeiten. Das ist in Jira Software nicht möglich.
Als Nächstes zeige ich euch die verschiedenen Ansichten und weiteren Funktionen, die exklusiv in JWM verfügbar sind.
6 Funktionen in Jira Work Management, die Jira Software nicht bietet
Neben den oben genannten Unterschieden schauen wir uns einige der wichtigsten Funktionen von Jira Work Management an, die es derzeit nicht in Jira Software gibt:
Übersichtsseite: ein kompakter Überblick über den Projektstatus in Jira.
Listenansicht: eine Tabellenkalkulation mit der Leistungsfähigkeit von Jira. Mit der Inline-Bearbeitung könnt ihr beispielsweise Feldwerte bearbeiten, die mit euren Vorgängen verknüpft sind.
Kalenderansicht: Aufgaben über Zeiträume und Zeitpläne hinweg anzeigen und verwalten, damit ihr eure Fristen zuverlässig einhaltet. Außerdem seht ihr, was in den kommenden Wochen geplant ist.
Board-Ansicht: verfolgt die Arbeit bis zum Abschluss entlang des individuellen Workflows eures Teams, der bei der Projekterstellung eingerichtet wurde. Mit einem Klick könnt ihr mehr Felder auf den Karten eures Boards anzeigen und Prioritäten, Labels, Vorgangstypen und mehr übersichtlicher visualisieren.
Timeline-Ansicht: Euer Team plant und arbeitet mit Abhängigkeiten, um Arbeit zuzuweisen und größere Projekte abzubilden. Statusfarben werden beispielsweise als Farben in der Timeline angezeigt.
Formular-Builder: Erstellt in jedem JWM-Projekt mehrere Formulare, um Designanfragen von außerhalb von Jira zu erfassen. Formulare erleichtern es, Projektanforderungen teamübergreifend zu teilen.
Die oben genannten Formulare könnt ihr nutzen, um:
Personen außerhalb eures direkten Teams dabei zu helfen, neue Vorgänge zu erstellen
Arbeitsanfragen für euer Team einzureichen
Die richtigen Informationen für euer Team zu erfassen
Sollte ich also Jira Work Management oder Jira Software wählen?
Arbeitet euer Team in einer Jira-Cloud-Instanz und besteht nicht aus Entwicklern oder ist nicht mit dem Scrum-Framework vertraut?
Dann ist Jira Work Management einfacher und vertrauter. In der Listenansicht könnt ihr mit eurem Team zusammenarbeiten und Vorgänge beispielsweise während Workshops mit Attributen aktualisieren. Ihr habt alles in einem Projekt und könnt in den verschiedenen Ansichten arbeiten, die mit dem JWM-Projekt verknüpft sind.
Externe Nutzer können über die Formulare Anfragen für euer Team erstellen, und das Management erhält in der Übersichtsansicht einen Überblick über den Projektstatus. Für die langfristige oder kurzfristige Planung könnt ihr die Kalender- oder Timeline-Ansicht nutzen, um einen Überblick zu erhalten und Abhängigkeiten nachzuverfolgen.
Übersicht
Listenansicht
Board-Ansicht
Kalenderansicht
Zeitachsenansicht
Formulare
Ihr erstellt euer erstes Projekt mithilfe einer der vielen Projektvorlagen. Innerhalb weniger Minuten habt ihr ein Projekt mit einem konkreten Workflow und Vorgangstypen und könnt sofort loslegen.
Wenn ihr mit Jira vertrauter seid und eure Arbeit stärker nach Produkten statt nach eurem Team strukturieren möchtet, könnt ihr eure Aufgaben mit einem Jira-Software-Projekt, Kanban- oder Scrum-Board verknüpfen. So könnt ihr mehrere Boards auf eine Agile Art nutzen.
Kurz gesagt: Jira Software ist etwas umfangreicher als Jira Work Management. Welche Lösung besser passt, hängt von euren Vorkenntnissen mit dem Produkt, euren Zielen und Prozessen ab.
Darüber hinaus ist Jira Work Management auch mit Jira Align und Advanced Roadmaps kompatibel.
Hoffentlich konnte ich etwas Klarheit darüber schaffen, was JWM ist und wie es sich von den anderen Jira-Produkten unterscheidet. Vielleicht solltet ihr es einfach ausprobieren.
- Atlassian
Subscribe to our newsletter
Related blogs