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Migration von Atlassian Server in die Cloud: praktische Tipps für jede Phase

APR 27, 2023

Die Zeiten von Atlassian-Serverinstanzen sind vorbei. Falls ihr das noch nicht getan habt, müsst ihr eure Daten in die Cloud oder zu Data Center migrieren. Atlassian ist ein Cloud-first-Unternehmen, daher konzentriert sich dieser Blog auf die Cloud.

Ulrika Eriksson

Ulrika is an Atlassian Solution Architect, ensuring Eficode delivers the best possible offering for our Atlassian customers. She has worked with Atlassian tools such as Jira, Confluence, Bitbucket and Bamboo for many years, and her experience runs wide and deep. Her expertise includes configuration, maintenance, and upgrading of Atlassian tools, as well as the Agile methodology.

Ich habe zahlreiche Unternehmen bei der Cloud-Migration unterstützt und gebe euch jetzt einen kurzen Überblick über alles, was ihr wissen müsst. Dabei geht es um:

  • Was ihr vor, während und nach der Migration beachten müsst

  • Wie ihr am besten startet

Also, lasst uns direkt loslegen.

Was ihr vor der Migration beachten solltet

Rechtzeitig beginnen

Da eine Cloud-Migration normalerweise drei bis sechs Monate dauert, ist es wichtig, dass ihr rechtzeitig beginnt.

Eure Server-Instanz bereinigen

Damit ihr so schnell wie möglich in die Cloud migrieren könnt, bereinigt eure Projekte und Vorgänge. Migriert nur die aktiven und lasst möglichst viele Altlasten zurück.

Berücksichtigt dabei auch:

  • Projekt-Schema-Konfigurationen standardisieren

  • Die Anzahl benutzerdefinierter Felder minimieren

  • Alte und inaktive Boards, Filter und Dashboards bereinigen

  • Apps prüfen und validieren, wenn sie nicht genutzt werden

Bereinigungsmaßnahmen sind hier unerlässlich. Als Systemadministrator solltet ihr diese kontinuierlich gemeinsam mit den Nutzern durchführen, damit die Instanz in gutem Zustand bleibt.

„Was genau sollte ich mir also bei der Bereinigung ansehen?“, fragt ihr euch.

Gut, dass ihr fragt.

Was ihr in Jira bereinigen solltet

  • Add-ons

  • Integrationen

  • Benutzerdefinierte Felder

  • Doppelte Benutzer

  • Benutzer ohne E-Mail-Adressen

  • Gruppen

  • Alte Projekte und Vorgänge

  • Projekt-Schema-Konfigurationen

  • Boards

  • Dashboards

  • Filter

Was ihr in Confluence bereinigen solltet

  • Bereiche

  • Benutzer

  • Gruppen

Weitere Überlegungen und Entscheidungen vor Beginn der Migration

  • Lizenzen: In der Cloud gelten ein anderes Lizenzmodell und andere Zahlungsoptionen (monatlich oder jährlich).

  • Compliance-, rechtliche und Sicherheitsanforderungen.

  • Funktionen, die ihr in der Atlassian Cloud behalten möchtet – und solche, die nicht.

  • Datenresidenz: Sollt ihr eure Daten in den USA oder in Europa speichern?

  • Cloud-Plan: Free, Standard, Premium oder vielleicht Enterprise – abhängig von den Funktionen und der Datenresidenz, die ihr benötigt.

  • Atlassian Access, SSO, SAML sowie Benutzerbereitstellung und Richtlinien.

  • Könnt ihr die Migration selbst durchführen oder solltet ihr einen Atlassian Partner in Betracht ziehen?

  • Alternativen zur Migration in die Atlassian Cloud. Es gibt weitere Möglichkeiten: 

  1.  Atlassian Cloud

  2. Eigenes Hosting von Data Center

  3. SaaS-Hosting für Data Center

  4. Eficode hostet eure Atlassian-Umgebung auf der Eficode ROOT Managed DevOps Platform

Schauen wir uns den letzten Punkt genauer an: Solltet ihr in die Cloud wechseln oder auf dem Server bleiben? Es gibt gute Gründe, warum die Cloud für viele die naheliegende Wahl ist. Diese Faktoren solltet ihr berücksichtigen:

Vorteile der Atlassian Cloud

  • Neue Funktionen und Features

  • Skalierbarkeit

  • Umgebungstarif (Free, Standard, Premium oder Enterprise)

  • Sicherheit, Wartung und Upgrades

  • Integrationen über die REST API: kein direkter Zugriff auf die Datenbank

Risiken, wenn ihr auf Server bleibt

  • Migration nicht berücksichtigen – unbeabsichtigt auf Server bleiben

  • Sicherheitslücken

  • Kosten für die Serverwartung

  • Mit der Zeit instabiler

  • Keine neuen Funktionen oder Upgrades

Erstellt einen Plan und legt einen Zeitrahmen fest

Plant ausreichend Zeit für Tests und Migration ein und rechnet von der Analyse bis zum Go-live mit 3–4 Monaten.

So startet ihr eure Migration

Nutzt die Atlassian-Migrationstools (JCMA für Jira, CCMA für Confluence und BCMA für Bitbucket) und führt mehrere Testmigrationen durch. Nutzt außerdem eine Testumgebung oder Sandbox – abhängig davon, ob ihr den Cloud-Tarif Standard oder Premium wählt.

Hier sind einige weitere Tipps, die ihr beim Start beachten solltet.

  • Kommuniziert regelmäßig mit den Nutzern, um sie über den aktuellen Stand und Neuerungen zu informieren.

  • Richtet die Produktionsorganisation bzw. -Site ein und beansprucht sie.

  • Richtet Atlassian Access ein, wenn SSO erforderlich ist.

  • Testet vor dem Go-live. Erstellt außerdem einen Plan für eure Migration, die 1–3 Tage dauern wird.

Was ihr nach der Migration beachten solltet

  • Kommuniziert weiterhin mit den Nutzern

  • Schulungen zu den Neuerungen in der Cloud und zum Kennenlernen eures neuen Atlassian-Produkts in der Cloud

  • DNS-Server – wenn ihr dieselbe URL wie zuvor verwenden möchtet.

  • Hypercare und Support – auch nach der Migration erforderlich, beispielsweise um Links zu korrigieren

Fassen wir zusammen

Da Atlassian ein Cloud-first-Unternehmen ist, empfehle ich euch die Migration in die Cloud.

Die eigentliche Migration geht deutlich schneller, wenn ihr eure Server-Instanz vorher bereinigt. Entfernt zum Beispiel alte Legacy-Projekte, Bereiche und Vorgänge, reduziert die Anzahl benutzerdefinierter Felder und prüft eure Konfigurationen, Apps und Integrationen mit anderen Tools. Was braucht ihr in eurer Organisation wirklich, und worauf könnt ihr verzichten?

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