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Wie Produktmanager von ihren 7 wichtigsten Stakeholdern bekommen, was sie brauchen

MAR 17, 2023

Als Produktmanager habt ihr wahrscheinlich keine direkten Mitarbeiter – doch Führungskompetenz ist entscheidend.

Antti Suvanto

Antti is an experienced product management professional, eager to share his expertise in areas such as product strategy, innovation, product creation, lifecycle management, and managing portfolios. He can view these areas from different perspectives, thanks to his background in, for example, team leadership, sales, and business development.

Denn ihr könnt schlicht nicht alles erledigen, was für den Erfolg eures Produkts notwendig ist. Während des gesamten Produktlebenszyklus seid ihr auf die aktive Beteiligung vieler interner Stakeholder in unterschiedlichen Rollen angewiesen.

Doch wie könnt ihr als Produktmanager ohne formale Entscheidungsbefugnis alles von den Stakeholdern bekommen, was ihr braucht?

Am effektivsten bekommt ihr Unterstützung, wenn ihr selbst großzügig Hilfe gebt.

Hilfe geben —> Hilfe erhalten.

Wenn ihr euren Stakeholdern helft, ihre Ziele zu erreichen, erhaltet ihr im Gegenzug Unterstützung. Nutzt daher jede Gelegenheit, eure Kompetenzen und euer Wissen einzusetzen, um euren wichtigsten Stakeholdern die Arbeit zu erleichtern.

Ihr könnt euren internen Kunden helfen, ihre Ziele zu erreichen, indem ihr dieselben Techniken und Modelle anwendet wie bei Endkunden. Behandelt interne Kunden wie Partner und betrachtet ihre Bedürfnisse aus ihrer Perspektive. So fällt es leichter, gemeinsame Interessen und Ziele zu finden.

Haltet als Produktmanager daher inne und denkt über jeden Stakeholder nach.

  • Welches Ziel verfolgt er, und was möchte er erreichen?

  • Welches Wissen oder welche Fähigkeiten eines Produktmanagers helfen ihm, seine Ziele zu erreichen?

Im folgenden Abschnitt habe ich die häufigsten Bedürfnisse der Stakeholder eines Produktmanagers aufgeführt und gezeigt, wie eure Kompetenzen ihnen helfen können, ihre Ziele zu erreichen.

Wichtige Stakeholder finden sich im Management des Unternehmens (oder einer Produktlinie), in der Produktentwicklung, im Vertrieb, im Marketing, im Kundensupport und in der Produktion.

1. Der Technologieverantwortliche eures Unternehmens

In der Regel handelt es sich dabei um den Chief Technology Officer. Als Produktmanager könnt ihr dem CTO auf folgende Weise helfen, seine Ziele zu erreichen.

  • Entwickelt eine klare, umsetzbare Produktstrategie, die den CTO bei der Umsetzung der Technologiestrategie unterstützt.

  • Sorgt dafür, dass das Vertriebsteam konsequent bleibt und keinen technischen Entscheidungen zustimmt, die Kunden direkt verlangen.

  • Tauscht euch regelmäßig mit dem CTO aus, damit ein gemeinsames Verständnis der erwarteten Produktlebenszyklen besteht.

  • Wenn ihr mit Kunden sprecht, übersetzt die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen in konkrete Vorteile und Mehrwert für sie. Verschont eure Kunden mit zu vielen technischen Details. Gebt ihnen die Sicherheit, dass euer Produkt ihre Probleme löst, ohne dass sie direkt beteiligt sein oder Input liefern müssen.

2. Der Marketingverantwortliche

In der Regel handelt es sich dabei um den Chief Marketing Officer. Als Produktmanager könnt ihr den CMO wie folgt unterstützen.

  • Formuliert die Wertversprechen eurer Produkte klar.

  • Definiert die wichtigsten Kundensegmente, legt fest, wer die Zielkunden sind und wie sie bevorzugt kaufen.

  • Entwickelt gemeinsam mit dem Vertriebs- und Marketingteam Buyer Personas, die die typischen Käufer in den wichtigsten Kundensegmenten repräsentieren.

  • Helft dem Marketing dabei, sein Content Marketing auf Themen zu konzentrieren, die Kunden interessieren. Kunden möchten ihre eigene Arbeit erledigen und interessieren sich nicht für interne Angelegenheiten eures Unternehmens.

  • Seid bei allen externen Produktaktivitäten Botschafter eurer Marke.

3. Der Verantwortliche für ein Unternehmen oder eine Produktlinie

Oft ist das der Chief Executive Officer. Als Produktmanager könnt ihr euren CEO auf folgende Weise bei seinen Zielen unterstützen.

  • Betreut Produkte entsprechend den Anforderungen jeder Phase ihres Lebenszyklus und stellt sicher, dass euer Unternehmen den maximalen Mehrwert daraus zieht.

  • Teilt dem CEO Informationen über die Produkt- und Marktperformance mit.

  • Erstellt klare Business Cases für neue Projekte auf Basis realer Daten. Falls keine Daten verfügbar sind, stellt die größten Unsicherheiten und Risiken klar dar. So kann der CEO schneller Entscheidungen treffen.

  • Brecht Silos in eurer Organisation auf. Fungiert als Schnittstelle für die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung und Produktion.

4. Die vertriebsverantwortliche Person

Ohne Vertrieb gibt es keine Produkte mehr – und auch kein Unternehmen. Als Produktmanager könnt ihr die verantwortliche Person auf folgende Weise unterstützen.

  • Stellt sicher, dass jedes Produkt und jede Dienstleistung die tatsächlichen Anforderungen des Marktes erfüllt.

  • Versteht die Veränderungen im Umfeld eurer Kunden. Ihr müsst Produkte und Kundenerlebnisse kontinuierlich weiterentwickeln, um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. So muss der Vertriebsprozess nicht immer mit einem Kaltanruf beginnen. (Das macht niemand gern.)

  • Stellt sicher, dass die Vertriebsunterlagen immer aktuell sind und die Anforderungen und Präferenzen eurer wichtigsten Buyer Personas erfüllen. Berücksichtigt dabei auch die Anforderungen in den verschiedenen Phasen des Vertriebsprozesses.

  • Helft dabei, Käufern den Mehrwert der Produkte und Dienstleistungen zu vermitteln, damit Gespräche nicht immer mit einem Preisnachlass enden.

  • Entwickelt ein Preismodell, das sich am Mehrwert für den Kunden orientiert und nicht nur an den Bereitstellungskosten.

5. Die für die Produktentwicklung verantwortliche Person

Eure Schicksale sind miteinander verbunden. Als Produktmanager könnt ihr diese Person auf folgende Weise unterstützen.

  • Dokumentiert die Produktvision und -strategie und definiert so, „was wichtig ist“.

  • Stellt sicher, dass ihr die richtigen Kundenprobleme löst – oder besser gesagt: die Marktprobleme eines gesamten Kundensegments oder Marktes.

  • Versteht die Veränderungen im Markt, antizipiert die zukünftigen Anforderungen eurer Zielkunden und informiert darüber.

  • Managt während des gesamten Lebenszyklus jedes Produkts oder jeder Dienstleistung alle Anforderungen, insbesondere Kundenprobleme und -bedürfnisse.

  • Setzt klare Prioritäten, damit die Entwicklungspipeline nicht blockiert wird.

  • Schützt Produktentwicklungsteams vor externem Druck, indem ihr festlegt, was entwickelt wird und warum.

6. Die für euren Kundensupport verantwortliche Person

Als Produktmanager könnt ihr dieser Person auf folgende Weise helfen, eure Kunden zufriedenzustellen.

  • Stellt sicher, dass das Service-Team aktuelle Informationen über neue Produktfunktionen, neue Produkte und Produktänderungen erhält.

  • Versteht die Veränderungen im Markt oder in den Märkten und informiert über zukünftige Anforderungen, die eure Zielkunden entwickeln könnten. Eure Experten können dann heute und künftig die besten Entscheidungen sowohl zu Supportleistungen als auch zu den eigentlichen Produkten treffen.

  • Löst wiederkehrende Kundenprobleme aktiv. Das steigert die Kundenzufriedenheit, reduziert Supportanfragen und spart allen Beteiligten Zeit.

7. Die für die Produktion des Unternehmens zuständige Person

Als Produktmanager könnt ihr diesen Stakeholder auf folgende Weise unterstützen.

  • Sorgt für eine realistische Prognose der Liefermengen. Das ist besonders wichtig bei der Einführung neuer Produkte.

  • Managt den Lebenszyklus jedes Produkts. Wenn ihr die Informationen zum Lebenszyklus regelmäßig mit dem Produktionsteam teilt, kann es sicherstellen, dass ausreichend Lieferkapazitäten bei guter Qualität und angemessenen Kosten vorhanden sind.

  • Ihr seid für den End-of-Life-(EOL)-Prozess alternder Produkte oder Produktfunktionen verantwortlich. Wenn ihr diesen gemeinsam mit dem Produktionsteam gut plant, könnt ihr zusätzliche Kosten für Lizenzen, Cloud-Kapazitäten oder Komponentenbestände physischer Produkte vermeiden.

Wenn ihr diesen Blog als Produktmanager lest, könnte euch der Arbeitsaufwand überraschen. Glücklicherweise sind viele dieser Aktivitäten eng mit einer bestimmten Lebenszyklusphase verknüpft – ihr müsst euch nicht auf alles gleichzeitig konzentrieren.

Wenn ihr ein systematisches Framework für das Produktmanagement nutzt, werdet ihr feststellen, dass die meisten Ergebnisse dort zumindest bis zu einem gewissen Grad gemanagt werden.

Wenn ihr euch einfach für Produktmanagement interessiert, solltet ihr jetzt ein klareres Bild davon haben, welchen Mehrwert ein kompetenter Produktmanager eurem Unternehmen bieten kann. Unabhängig von eurer Rolle kann ein kompetenter Produktmanager euch das Leben ganz sicher leichter machen!

  • Product management

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