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5 Zeichen, dass euer Unternehmen in Product Ops investieren sollte

ProductOps

Mit der Weiterentwicklung von Unternehmen, wachsenden Produktportfolios und steigenden Anforderungen an Produktivität gewinnt Product Operations zunehmend an Bedeutung. Auch wenn Product Ops noch nicht so standardisiert ist wie etablierte „Ops“-Funktionen wie DevOps oder Sales Ops, wird es immer mehr als entscheidender Faktor in modernen Organisationen anerkannt. Doch wann sollte man investieren – Schulung von Mitarbeitern, neue Experten einstellen oder gar eine eigene Abteilung aufbauen? In diesem Beitrag stellen wir fünf Anzeichen vor, die darauf hindeuten, dass Product Ops für euch sinnvoll ist.

Zunächst aber ein kurzer Überblick.

 

Was ist Product Operations?

Einfach gesagt ist Product Ops eine Enablement-Funktion, die Teams dabei unterstützt, Produkte effizienter und erfolgreicher zu entwickeln. Unternehmen setzen Product Ops unterschiedlich um, im Kern überbrückt es jedoch die Lücke zwischen Produktstrategie, Umsetzung und Kundenausrichtung – unterstützt durch Daten, Tools, Best Practices und Facilitation.

Was macht Product Ops?

  • Daten: Product Ops etabliert Systeme zur Erfassung und Verteilung von Daten, damit Entscheidungsträger fundierte Produktentscheidungen treffen können. Dazu zählen Nutzerverhaltensmetriken, Performance-Daten aus DevOps-Plattformen oder Interviews mit Käufern – alles zentral verfügbar für Produktmanager. 
  • Tools: Product Ops implementiert und verwaltet Werkzeuge, die den gesamten Produktlebenszyklus unterstützen – von der Ideenentwicklung über Roadmaps bis hin zu Knowledge Management und Tracking der Entwicklung.
  • Prozesse: Prozesse werden verbessert und standardisiert, um die Produktivität der Teams zu steigern. Dies kann Arbeitsweisen wie Agile und SAFe umfassen.
  • Zusammenarbeit: Product Ops fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Produktmanagement, Engineering, Marketing, Sales und Customer Support. PDabei werden oft übersehene Erkenntnisse aus DevOps, Plattform-Engineering und Servicemanagement integriert.
  • Feedback: Product Ops schafft und verwaltet Feedbackschleifen mit Kunden und internen Teams, sodass Produkte den Nutzerbedürfnissen entsprechen und schnelle Iterationen möglich sind. Alle relevanten Rückmeldungen – von Kunden, Tests oder internen Teams – werden gesammelt und an die richtigen Personen weitergeleitet.

Die Einführung von Product Ops kann ein echter Game-Changer sein, insbesondere wenn bestimmte Herausforderungen die Produktivität eurer Teams oder die Qualität eurer Produkte bremsen.

Kommen wir nun zum Wesentlichen – fünf klare Signale, dass euer Unternehmen von der Einführung oder Optimierung einer Product-Ops-Funktion profitieren würde:

1. "Wir wollen produkt- und datengesteuert sein, aber die Daten sind einfach nicht gut genug".

Kommt euch das bekannt vor? In den meisten Branchen sollten Produktentscheidungen auf einer Mischung aus quantitativen und qualitativen Daten beruhen. Umfassende Analysen, einschließlich Leistungsmetriken, Daten zur Benutzerbindung und Testergebnisse, sollten zum Standard gehören.

Wenn es in eurem Unternehmen an einem strukturierten Ansatz für datengestützte Entscheidungen mangelt, kann eine Product-Ops-Funktion die erforderlichen Tools und Messgrößen entwickeln und verwalten, um eine fundierte Entscheidungsfindung zu unterstützen. Dazu gehört die Einrichtung von Frameworks für A/B-Tests, Usability-Tests und kommerzielle Leistungsüberwachung.

2. Euer Produktteam ist vom Burnout bedroht.

Zu den Produktmitarbeitern gehören Produktmanager, Produktleiter, Produktvermarkter, Datenanalysten, Benutzerforscher und Designer.

Bei all diesen Tätigkeiten geht es um die Unterstützung von Produkten, die von Kunden genutzt werden, und um die Entwicklung neuer Produkte. Oft treten sich die Mitarbeiter in diesen Rollen gegenseitig auf die Füße, und die Grenzen zwischen den einzelnen Aufgaben sind fließend.

Sobald ihr die Datenerfassung und die Implementierung neuer Tools und Migrationen zur Arbeitsbelastung hinzufügt, belastet ihr die ohnehin schon beschäftigten Mitarbeiter mit noch mehr Arbeit. Ein Product-Ops-Team nimmt euch diese Arbeit ab, da es sich darauf spezialisiert und es den anderen ermöglicht, sich auf ihre Stärken und Kerngeschäftsziele zu konzentrieren.

3. "Wir haben so viele Produkte, aber so wenig Bandbreite".

Wenn euer Produktportfolio wächst, ist eine effiziente Skalierung von entscheidender Bedeutung. Wenn ihr mit Problemen wie längeren Bereitstellungszyklen, geringerer Produktqualität oder Schwierigkeiten bei der Verwaltung mehrerer Produktlinien konfrontiert seid, kann Product Ops skalierbare Methoden und Praktiken einführen.

Diese Rolle ist entscheidend für die Standardisierung von Prozessen über alle Produkte hinweg und stellt sicher, dass das Wachstum nicht die betriebliche Effizienz oder die Produktintegrität beeinträchtigt.

4. Release on Demand ist nicht mehr mit CI/CD synchronisiert.

Wenn eure Fähigkeit zur bedarfsgesteuerten Freigabe nicht mit euren Prozessen für kontinuierliche Integration und kontinuierliche Bereitstellung (CI/CD) übereinstimmt, versucht ihr vielleicht, das Problem im DevOps-Bereich zu lösen, aber das ist ein verräterisches Zeichen dafür, dass euer Unternehmen weiter stromaufwärts schauen muss.

Die Fehlausrichtung kann hier eher auf der Nachfrageseite als auf der Angebotsseite liegen und kann eure Markteinführungszeit verlangsamen, Produktionsfehler erhöhen und Stress in den Teams verursachen.

Durch die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Produktmanagern stellt Product Ops sicher, dass Produkte nicht nur effizient auf den Markt gebracht werden, sondern auch mit den Marktanforderungen und Geschäftszielen übereinstimmen.

5. Produktmanager können keine akzeptanztestgesteuerten User Stories schreiben.

Die Fähigkeit, Produkte auf der Grundlage von Nutzerfeedback und Testergebnissen schnell zu iterieren, ist eine wesentliche Voraussetzung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist das Schreiben von User Stories, bei denen der Akzeptanztest in die Story integriert ist (acceptance test-driven development, kurz ATDD).

Product Ops helfen hier, indem sie User Story-Vorlagen entwickeln und die Vorteile von ATDD propagieren. Durch die Straffung der Erfassung und Analyse von Benutzerfeedback und die Umwandlung in neue Geschichten wird der Kreislauf von den Erkenntnissen bis zur Implementierung verkürzt, so dass sich eure Produkte schnell und effektiv weiterentwickeln und den Anforderungen der Benutzer entsprechen.

Investition in Product-Ops

Die Investition in eine Product-Ops-Funktion kann eurer Produktentwicklung einen enormen Produktivitätsschub verleihen, indem sie Benutzerfeedback, Marktforschung, Tests und DevOps-Praktiken mit euren strategischen Zielen in Einklang bringt.

Diese Funktion steigert nicht nur die Effizienz und Effektivität eurer Produktteams, sondern sorgt auch für bessere Ergebnisse, damit eure Produkte wettbewerbsfähig bleiben und sich eng an den Kunden- und Marktanforderungen orientieren.

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