Atlassian und Lansweeper: Echtzeit-Asset-Intelligence für JSM
Auf der Team'26 in Anaheim kündigen Atlassian und Lansweeper eine vertiefte Partnerschaft an, die eine der hartnäckigsten Herausforderungen im IT-Service-Management adressiert: vertrauenswürdige Echtzeit-Transparenz über Assets genau dann, wenn sie am wichtigsten ist.
Diese Zusammenarbeit bringt zwei kritische Funktionen zusammen, die bisher oft in Silos lebten: die kontinuierliche, agentenlose Erkennung aller Geräte im Unternehmen durch Lansweeper und Jira Service Management (JSM) als operatives Rückgrat für Vorfälle, Änderungen und Serviceanfragen.
Das Ergebnis ist einfach, aber wirkungsvoll: IT-Teams können nun direkt in ihren Workflows auf aktuelle, angereicherte Asset-Daten zugreifen.
Das Ende veralteter CMDB-Daten
Die meisten Unternehmen, mit denen ich arbeite, haben nicht deshalb Probleme, weil ihnen Asset-Daten fehlen, sondern weil sie diesen Daten nicht vertrauen können.
CMDBs sind oft veraltet, unvollständig oder von der Realität entkoppelt. Wenn ein Incident auftritt, müssen Service-Desk-Mitarbeiter oft raten, ob sie das richtige Gerät vor sich haben, wem es gehört oder ob es überhaupt noch im Einsatz ist.
Mit der Zusammenarbeit von Lansweeper und Atlassian ändert sich das. Statt sich auf Datenstände zu verlassen, die Monate alt sind, verfügen Teams nun über kontinuierlich verfügbare Asset-Intelligenz – automatisch erkannt, laufend aktualisiert und direkt in Jira Service Management verfügbar.
Wie Gary Blower, Solution Architect bei Lansweeper, es ausdrückt:
„Was mich an der Kombination von Atlassians Service Collection und Lansweepers KI-gestützter Cyber-Asset-Intelligenz begeistert, ist die vollständige Transparenz, die sie Kunden bietet. Egal, ob man sich nachts um zwei Uhr mit einem Incident beschäftigt, eine Schwachstelle nachverfolgt oder Rovo bittet, eine Änderung zu bewerten – die Antwort ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Asset-Daten. Zum ersten Mal haben IT- und Security-Teams diese Daten automatisch, korrekt und am richtigen Ort. Genau das macht agentische KI von einer schönen Idee auf dem Papier zu etwas, das tatsächlich hilft.“ – Gary Blower, Lösungsarchitekt, Lansweeper Ecosystem
Das ist keine Vision mehr – es wird zum neuen Standard.
Eine gemeinsame Sprache für Assets: das Common Data Model
Im Zentrum dieser Integration steht das Common Data Model (CDM) von Atlassian für Hardware-Assets. Das ist ein wichtiger Fortschritt, da Unternehmen nicht länger ihre eigene Asset-Struktur definieren müssen, sondern CDM ein standardisiertes Schema für End-User-Devices, Infrastruktur und Netzwerke bereitstellt.
Lansweeper ordnet die erkannten Assets automatisch diesem Modell zu. Dadurch werden Geräte korrekt kategorisiert, und wichtige Attribute wie Seriennummern oder Garantieinformationen werden ohne manuelle Dateneingabe gepflegt. So können Unternehmen schnell von der reinen Datenerfassung zur tatsächlichen Datennutzung übergehen.
Zwei Wege, ein Ergebnis
Eine Stärke dieser Partnerschaft ist ihre Flexibilität. Je nach Reifegrad des Unternehmens gibt es zwei Möglichkeiten für den Einstieg:
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Enterprise-Grade Control mit Atlassian Data Manager: Ideal für komplexe Umgebungen, die erweiterte Datentransformationen, Abgleiche über mehrere Quellen hinweg sowie Anreicherung mit Cloud-Metadaten aus Azure oder AWS benötigen.
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Sofortiger Mehrwert durch Out-of-the-box-Integration: Die native Integration ist im Atlassian Marketplace verfügbar. Sie erfordert keine aufwendige Konfiguration, und Assets werden direkt in JSM Assets importiert – mit sinnvollen Standardeinstellungen und Unterstützung der CDM-Struktur von Beginn an.
Treibstoff für die Zukunft: Rovo und agentenbasierte KI
Diese Partnerschaft geht über besseres Asset-Management hinaus – sie ermöglicht die nächste Generation von IT-Operations. Mit Atlassian Rovo werden Asset-Daten zum Kontext für die Entscheidungsfindung.
All das funktioniert jedoch nur mit vertrauenswürdigen, strukturierten Daten. Wie Gary Blower bereits erwähnt, gilt: Egal ob man nachts um 2:00 Uhr einer Schwachstelle nachgeht oder Rovo bittet, eine Änderung zu bewerten – die Qualität der Antwort hängt direkt von den zugrunde liegenden Asset-Daten ab. Diese Partnerschaft stellt sicher, dass genau diese Daten nicht länger das schwache Glied sind.
Warum das wichtig ist
Aus meiner Sicht als ITSM Practice Lead bei Eficode ist das eine besonders wichtige Entwicklung. In nahezu jedem Kundeneinsatz sehe ich dieselben Herausforderungen: Asset-Daten liegen in Silos, CMDB-Initiativen scheitern an Komplexität, und KI-Projekte bleiben aufgrund schlechter Datenqualität hinter den Erwartungen zurück.
Atlassian und Lansweeper verschieben Asset-Management damit von einem „Projekt“ hin zu einer dauerhaften Fähigkeit. Durch die direkte Einbettung von Asset-Intelligenz in Workflows beseitigen sie eines der größten Hindernisse, die ich bei der Modernisierung von Service Management immer wieder beobachte.
Ein Schritt hin zu wirklich vernetzten IT-Operationen
Diese Partnerschaft ist ein klares Signal dafür, dass die Zukunft des ITSM nicht in weiteren Tools liegt, sondern in vernetzten, intelligenten Systemen, in denen Daten automatisch fließen und der Kontext immer verfügbar ist.
Durch die Zusammenführung von Lansweepers Discovery und Atlassians Plattform haben Unternehmen endlich eine praktische Möglichkeit, Asset Management zu dem zu machen, was es schon immer sein sollte: eine lebendige, vertrauenswürdige Grundlage für alle IT-Aktivitäten.
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